Sonntag, 27.5.2018, 11:43
KGS Wiesmoor
Schulstraße 8, 26639 Wiesmoor

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Der Freizeit- und Bewegungspark an der KGS Wiesmoor

Ein Baustein des Präventionskonzeptes der KGS Wiesmoor
Offen für Alle - Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten - Atmosphäre zum Wohlfühlen


In der Broschüre "Städtebau und Kriminalprävention" des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz heißt es in der Einleitung: "Eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren und deren Wechselwirkung sind die Ursachen für die Entstehung von Kriminalität. Dabei liegen die Schwerpunkte überwiegend im sozialen Bereich.
Unbestritten ist, dass zwischen dem räumlichen Umfeld, der Sozialstruktur und dem individuellen Verhalten von Menschen ein Zusammenhang besteht. Diese Wechselbeziehungen schließen auch normabweichendes Verhalten mit ein. Bestimmte Bau- und Nutzungsstrukturen können die Begehung von Delikten begünstigen oder hemmen und wirken sich darüber hinaus negativ oder positiv auf das Sicherheitsgefühl des Menschen aus."

Mit diesem Bericht über den Freizeit- und Bewegungspark der Gemeinde Wiesmoor, der im Jahre 2000 in unmittelbarer Nähe der KGS Wiesmoor gebaut wurde, wollen wir beispielhaft dazu anregen, vielleicht stärker als bisher, kriminalpräventive Aspekte bei der Planung und Umsetzung schulbaulicher und städtebaulicher Maßnahmen zu berücksichtigen.

Schon der Begriff "Freizeit- und Bewegungspark" weicht von der traditionellen Bezeichnung "Sportanlage" oder "Stadion" ab. Damit wird eine neue zukunftsorientierte Philosophie dokumentiert: Es handelt sich um eine für alle Bürgerinnen und Bürger offene Freianlage mit Angeboten zu Freizeitaktivitäten und Bewegungsmöglichkeiten.

Diese Gestaltung wurde umgesetzt im Sinne des von Prof. Dieckert u.a. (Carl von Ossietzky - Universität Oldenburg) erstellten Gutachtens "Freizeitsportland Niedersachsen", das multifunktionale und ökologisch durchdachte Spiel- und Bewegungsräume empfiehlt. Nach Aussagen von Prof. Dr. Jürgen Dieckert ist dies in vorbildlicher und modellhafter Weise gelungen. Darüber hinaus soll der Freizeit- und Bewegungspark einen präventiven Beitrag zur Reduzierung von Gewalt unter Kindern und Jugendlichen leisten. Folgende Planungsprinzipien wurden demnach beim Bau des Freizeit- und Bewegungsparks berücksichtigt und umgesetzt:
  • Offene Zugänglichkeit und Nutzungsmöglichkeit für alle Interessierte in unterrichtsfreien Zeiten - vor allem an den Nachmittagen und an den Wochenenden ("keine Zäune")
  • Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten sowohl für den traditionellen Sport als auch für neue Alternativ- und Freizeitsportarten
  • Vielgestaltigkeit und Umdeutbarkeit der Räume
  • Natürlichkeit durch den "Parkcharakter"
  • Erreichbarkeit und soziale Kontrollmöglichkeit durch das Prinzip
  • "Sport um die Ecke"
  • Begegnungsfreundlichkeit
  • Umweltfreundlichkeit
  • . . . . .

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