Samstag, 18.1.2020, 12:05
KGS Wiesmoor
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Naturwissenschaften » Chemie



Verband der Chemischen Industrie zeichnet SchülerInnen der Klasse 8g3 aus

Am 23.01.09 hatte der Verband der Chemischen Industrie Nord (VCI - Nord) vier Klassen bzw. Kurse aus den Bundesländern Schleswig - Holstein, Mecklenburg - Vorpommern, Bremen, Hamburg und Niedersachsen in das Universum Bremen zu einer Feierstunde eingeladen. Mit dabei waren auch die SchülerInnen der Klasse 8g3 der KGS Wiesmoor in Begleitung ihrer Klassenlehrerin Frau Finke und ihres ehemaligen Klassenlehrers Herrn Stratmann, die in dem Chemie - Wettbewerbes zum Thema "Salze - Säulen der Chemie" den dritten Platz belegen konnten (näheres findet sich im Artikel vom 06.11.08 auf dieser Homepage). In einer Laudatio wurden unter anderem die Vorzüge der einzelnen Wettbewerbsbeiträge herausgestellt und die vorgenommenen Platzierungen begründet. Anschließend überreichten die Juroren die Urkunden. Im weiteren Verlauf des Nachmittags konnten die SchülerInnen der vier Klassen das Museum auf eigene Faust erkunden und dabei die zahlreichen vorbereiteten Experimente selber ausprobieren. Um 18.00 Uhr stand im benachbarten Restaurant "Kubus" ein reichhaltiges und sehr leckeres Abendessen auf dem Programm bevor es gegen 19.30 Uhr zurück nach Wiesmoor ging. Es war ein tolles Erlebnis und ein sehr gelungener Nachmittag.


Leistungskurs Chemie besucht die Verzinkerei in Jübberde

Eisen rostet - ein alltägliches Phänomen, welches volkswirtschaftlich jährlich einen enormen Schaden verursacht, aber auch viele interessante Fragestellungen der Chemie provoziert. Da Rosten und Rostschutz zudem in den Vorgaben für das Abitur 2010 eine große Rolle spielen, wurde diesen Aspekten im Unterricht ein großer Raum eingeräumt und relevante Inhalte theoretisch wie experimentell intensiv erarbeitet. Offen gebliebene Fragestellungen konnten dann am 03.12.08 bei einem Besuch in der Verzinkerei in Jübberde geklärt werden. Beeindruckt zeigten sich die Kursteilnehmer sowie Kursleiter Jan Stratmann dort vor allem von den Dimensionen des Zinkbeckens (10 m lang, 2 m breit und 3 m tief), welches mit 450 °C heißem, flüssigem Zink gefüllt war, und dem Erlebnis, porentief gereinigte Stahlstücke unter Blubbern und Zischen in diesem Bad verschwinden zu sehen. Am Ende waren sich alle einig: Dieser Besuch hat uns um mannigfaltige Erfahrungen reicher gemacht.


Chemie – Olympioniken der KGS Wiesmoor erfolgreich

Erfolgreich an der zweiten Runde der Chemie - Olympiade 2008 haben aus dem Leistungskurs Chemie des diesjährigen Abiturjahrgangs der KGS Wiesmoor (Bildmitte v.l.n.r.) Stephan Heeren, Nienke Müller und Folkert Tammen teilgenommen. Letzterer wurde darüber hinaus zusammen mit 17 anderen SchülerInnen aus den fünf norddeutschen Bundesländern zu einem einwöchigen Seminar nach Hannover eingeladen, in dessen Verlauf sowohl Veranstaltungen an der Universität als auch Betriebsführungen in Unternehmen der chemischen Industrie auf dem Programm stehen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichten am 29.01.08 der Schulleiter der KGS Wiesmoor Heinz Saathoff (ganz rechts) und der betreuende Leistungskurslehrer Jan -Gerd Stratmann (ganz links) die Urkunden.  


Fonds unterstützt Chemiefachgruppe der KGS Wiesmoor

Mit einer Unterrichtsförderung in Höhe von 2500 € unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie in diesem Schuljahr die Fachgruppe Chemie der KGS Wiesmoor. Auf Antrag können beim Fonds alle zwei Jahre Fördermittel erbeten werden, die dann in einem bestimmten zeitlichen Rahmen zweckgebunden zur Anschaffung von Laborgeräten und Chemikalien eingesetzt werden müssen. Die Fachgruppe Chemie wird die bewilligte Förderung vor allem dazu verwenden, die vorhandenen Bestände in den Fachräumen dahingehend zu erweitern, dass die in großer Zahl in diesem und dem nächsten Jahr im Jahrgang 6 mit dem Fach Chemie beginnenden SchülerInnen ausreichend Materialien für die an unserer Schule durchgeführte und in Kooperation mit der Universität Oldenburg entwickelte Unterrichtskonzeption "Chemie im Kontext - ChiK" vorfinden. Dabei setzen wir unter anderem darauf, dass die SchülerInnen in möglichst kleinen Gruppen selber mit Geräten und Chemikalien umgehen lernen und nicht rein rezeptiv vom Lehrer vorgemachte Experimente bestaunen. Dank der bewilligten Fördermittel können nun Gerätschaften in ausreichender Stückzahl beschafft werden, welche aus den laufenden Etatmitteln nicht zu finanzieren gewesen wären.

Nähere Informationen zum Förderkonzept des Fonds der Chemischen Industrie unter:

www.vci.de/fonds

Forscher-Team des letztjährigen Jahrgangs 6 bei Chemie-Wettbewerb erfolgreich

Erfolgreich haben Schülerinnen und Schüler des heutigen Jahrgangs 7 im vergangenen Schuljahr an dem vom Fonds der Chemischen Industrie bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „H2O – mach`s bunt“ teilgenommen. In mehreren Doppelstunden untersuchten die Jungforscher im Anschluss an den regulären Unterricht Farbstoffe von Obst und Gemüse auf ihre Fähigkeit, in sauren und alkalischen Lösungen (wie z.B. Seifenlauge) ihre Farbe zu verändern.

Herausgefunden werden konnte, dass viele Farbstoffe ihre Farbe unabhängig von der Umgebung behalten, einige aber eine erstaunliche Farbpalette aufweisen. Die bekanntesten Beispiele für sich verfärbende Farbstoffe bilden die von Rotkohl und Radieschen, aber auch die von z.B. Holunder und Kirsche vermögen zu beeindrucken. In den Wettbewerb zogen die SchülerInnen dann mit einem Bericht über ein fiktives jährliches Treffen der Obst – und Gemüsesorten, auf dem es zu einem Wettstreit mehrerer Teilnehmer darüber kommt, wer die größte Farbpalette mit seinem Farbstoff herstellen kann. In diesem gab es schließlich ein Happy – End: Die Königin der Farben wurde die heimlich im Verborgenen wachsende Preiselbeere – welche auch in den Laboruntersuchungen mit der größten Farbenvielfalt bestechen konnte.


KGS – Schülerinnen sind erneut Salz – Königinnen

Über hundert SchülerInnen nahmen am zweiten Salzkristall – Wettbewerb teil, doch der Titel ging wie auch im vergangenen Jahr nach Wiesmoor. Im Finale, welches in der alten Aula der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ausgetragen wurde, kam es am 30.06.2011 zu einem Kopf an Kopf Rennen der beiden Wiesmoorer Teilnehmer. Dass die fünfköpfige Jury schließlich eine schwierige Entscheidung zu fällen hatte, wurde allen Beteiligten klar, als die Beratung sich deutlich länger als die angekündigten 15 Minuten hinzog. In ihrer Laudatio lobte Frau Dr. Michaelis stellvertretend für die Jury dann, dass beide Gruppen über die gesamte Zeitdauer der Experimente ausgesprochen sorgfältig ein Logbuch geführt und detailliert ihre Beobachtungen, Erfolge und Gefühle niedergeschrieben hätten.

Für einen Gewinn des Titels durch die beiden Vorjahressieger Anika Budde und Milena Ottersberg sprach ihr unglaublich aufwendig und kunstvoll gestaltetes Werk: ein Nachbau der Alexander von Humboldt, vollständig mit Salzkristallen bedeckt, welcher zudem auf der Bühne noch sehr gut in Szene gesetzt worden war. Für die im Vorjahr Drittplazierte Julia Röben sprach dagegen, dass sie bei ihrer Arbeit nicht nur eine selbstgebaute Sonnenbrillen mit unterschiedlich farbigen Salzkristallen versehen konnte, sondern sich dabei auch naturwissenschaftlichen Fragestellungen zugewandt hatte.

Letztlich zeigte sich dann, dass in diesem Jahr dieses Forscher – Moment den Ausschlag gab und in einem Wimperschlag – Finale der Sieg knapp der Sonnenbrillen – Herstellerin zugesprochen wurde. Neben einer Urkunde als Auszeichnung ihrer hervorragenden Arbeit bekamen die Teilnehmerinnen einen Experimentierkasten „Kristalle züchten“ sowie ein Buch über die Geschichte des Salzes. Zudem wurde die Klasse der drei Finalisten zu einer eintägigen Fahrt nach Delfzijl (Niederlande) eingeladen, wo sich die Schüler während einer Betriebsführung die Vorgänge bei der Gewinnung von Salz aus Sole ansehen können. Herzlichen Glückwunsch.


Die Chemie – Olympiade 2011

Alljährlich wird in den naturwissenschaftlichen Fächern und in der Mathematik eine Olympiade ausgeschrieben, an der zahlreiche SchülerInnen teilnehmen. In insgesamt vier Auswahlrunden werden aus den Bewerbern diejenigen ausgesucht, die letztlich das Team Germany bilden und Deutschland im internationalen Vergleich vertreten. Nehmen an der ersten Runde noch hunderte SchülerInnen teil, waren es bei der zweiten Runde der diesjährigen Chemie – Olympiade in Niedersachsen nur noch 80. Aus dem Pool dieser Bewerber wurden die besten 20 zu einem einwöchigen Seminar nach Hannover eingeladen, das zum einen der Vorbereitung der dritten Runde galt, den Teilnehmern zum anderen aber auch einen Einblick in die Studien – und Berufswelt der Chemie geben sollte. Von der KGS Wiesmoor war in diesem Jahr Lars Mohrhusen (Jg. 13) dabei. Hier ist sein Bericht:


Bericht über Erfahrungen und Erlebnisse auf dem Landesseminar Nord der Chemie-Olympiade 2011

Von Montag (07.02.) bis Mittwoch (09.02.) war die Leibniz - Universität Hannover, im Speziellen das Institut für physikalische Chemie, unser Gastgeber.

Gleich nach der Begrüßung starteten wir mit einem Vortrag über die physikalischen Chemie. Danach stand praktische Arbeit im Labor an, wobei es vier verschiedene Arbeitsgruppen gab. Diese beschäftigten sich mit Fragestellungen zur Elektrochemie, zur Rasterkraftmikroskopie, zum Stopped – Flow - Verfahren der Reaktionskinetik sowie der Reaktionskinetik mittels Polarimetrie. Anschließend wurden kurze Vorträge über die jeweiligen Experimente für den nächsten Morgen erarbeitet. Den Abschluss des Abends bildete die Vergabe eines Förderpreises bei der Continental AG Hannover.

Am Dienstagmorgen galt es zunächst, den anderen Arbeitsgruppen durch Vorträge das jeweilige Experiment vom Montag vorzustellen. Es folgte ein Vortrag mit anschließendem Praktikum über Farbstoff - Solarzellen. Wer hätte gedacht, dass man unter anderem aus den Farbstoffen von Früchtetee funktionierende Solarzellen bauen kann? Es folgte schließlich ein Wettbewerb um die leistungsfähigste „Waldbeer-Früchtetee-Solarzelle“.
Nach dem Mittagessen in der Mensa der Universität wurden wir durch die Räumlichkeiten der physikalischen und der technischen Chemie geführt und erhielten so einen guten Einblick in die Arbeit und Ausstattung der Institute. Auch kleine Praxisteile wie etwa Aufnahmen mit dem Rasterelektronenmikroskop oder Versuche zur Infrarotspektroskopie machten Lust auf mehr.
Abends besuchte uns noch ein Vertreter des Fördervereins der Chemie-Olympiade um mit uns Übungsaufgaben für die dritte Runde zu bearbeiten.

Nachdem uns bereits bei der Begrüßung am Montagmorgen für den Mittwoch ein Life Science Praktikum der besonderen Art angekündigt worden war, ging es heute damit los. Zunächst erhielten wir viele Informationen über den noch recht unbekannten Studiengang Life Science, der eine Mischung aus Chemie, Biologie und technischen Studiengängen darstellt. Dann sollten wir selber Bier brauen. Zuerst ging es darum, einen Malzextrakt zuzubereiten, Hopfen sowie Hefe zuzugeben und dieses dann in ein Gärgefäß zu füllen. Schließlich wurde vorher vorbereitetes selbst gebrautes Bier in Flaschen abgefüllt, von denen jeder ein Exemplar erhielt.
Nach dem Mittagsessen ging es weiter mit einer Laborführung in der Fachrichtung Life Science sowie einem Vortrag inklusive Vorführung zum Thema Photokatalyse aus der technischen Chemie. Schließlich informierte die Universität über die Vielfalt der naturwissen-schaftlichen Studiengänge und die verschiedenen Abschlüsse. Unser Aufenthalt an der Universität wurde durch eine Diskussionsrunde mit Studenten der Fachrichtungen Chemie und Biochemie abgerundet, bei der wir ein sehr authentisches Bild vom Leben während des Studiums aber auch vom Studium selbst erhielten.
Auch an diesem Abend bearbeiteten wir wieder Übungsaufgaben für die dritte Runde.

Am Donnerstag und Freitag waren wir dann bei der Continental AG (einem der führenden Reifenhersteller in Europa) zu Gast.
Erster Anlaufpunkt war die Hauptverwaltung des Konzerns. Hier wurden wir u.a. auf die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bei Continental aufmerksam gemacht. Nach dem Mittagessen in der Kantine der Hauptverwaltung ging es in ein Gebäude des Gymnasiums in Langenhagen, wo Dr. Stefan Soostmann von ContiTech einen sehr interessanten Experimentalvortrag über den Werkstoff Gummi hielt. Der Rest des Tages stand dann zur freien Verfügung und so erkundeten wir in Gruppen Hannover.

Am letzten Tag des Landesseminars fuhren wir in das Continental - Werk Hannover Stöcken. Vormittags besichtigten wir die Ausbildungsabteilung und wurden erneut über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der Continental AG informiert. Auch Studenten, die ein duales Studium bei und für die Continental AG absolvieren, berichteten über ihre Studieneindrücke. Nach dem Mittagessen wurde dann das Werk besichtigt, sowohl die Entwicklungsabteilung als auch die eigentliche Produktion. Es ergab sich ein spannender Eindruck von der Vielfalt bei der Gummi-Herstellung. Im Laufe des Nachmittags ging das Seminar dann zu Ende. Rückblickend war es eine interessante und erlebnisreiche Woche, die alles in allem viel zu schnell zu Ende war.


Salz – Truck der Universität Groningen macht zum zweiten Mal Station in Wiesmoor

Am 06.04.11 konnten die SchülerInnen einiger sechsten Klassen der KGS Wiesmoor ein besonderes Angebot nutzen: Zum zweiten Mal war der Salz – Truck der Universität Groningen zu Gast auf dem Busbahnhof. Moderiert von Theo Jurriens erfuhren die jungen Zuhörer im Klassenraum des Lasters viel Wissenswertes rund um das Thema Salz. Dabei wurde die historische Bedeutung des Salzes als Zahlungsmittel ebenso beleuchtet, wie die noch heute zu entdeckenden Spuren, die das Salz in den verschiedenen Sprachen Europas hinterlassen hat. Was sich aus Salzkristallen alles herstellen lässt wurde den SchülerInnen u.a. an Photos aus einem Salzbergwerk nahe Krakau in Polen deutlich. Informationen über die Entstehung der Salzlagerstätten in den Niederlanden und Norddeutschland sowie deren Ausbeutung knüpften dann direkt an die Inhalte des Chemie – Unterrichts an. Abschließend konnten vier kleine Experimente von den SchülerInnen durchgeführt werden, wobei die Fachinhalte Mikroskopie, Dichte, Gefriertemperaturerniedrigung und Elektrolyse an-gesprochen wurden. Insgesamt bildete der Besuch eine tolle Ergänzung zum Chemie – Unterricht und eine willkommene Abwechslung im normalen Schulalltag. 


Salzwettbewerb Chemie

Kristallzucht in der Landesbibliothek Oldenburg

 
Gegen starke Konkurrenz konnten sich die Teilnehmerinnen der KGS Wiesmoor im Finale des Salzwettbewerbs behaupten und am Ende vordere Plätze belegen. Hier sind ihre Erfahrungsberichte:
 
Kristalle ganz leicht selber züchten
von Julia Röben
 
Kristalle sind schon etwas Besonderes, sie faszinieren einen immer wieder. Ich glaube aber, dass keiner, der diesen Artikel liest, so genau weiß, wie einer gezüchtet wird. Dabei ist das Prinzip relativ simpel. Man benötigt nur:
-          einen durchsichtigen Behälter
-          400 g Salz
-          1 Liter Wasser
-          ein Modell, an dem das Salz kristallisiert
-          Geduld
Alles Sachen die sich (eigentlich) im Haushalt finden lassen sollten. Mich hat diese Sache auch fasziniert und ich fing daraufhin an einen Kristall zu züchten. Alles begann so:
 
Es war Ende Juni als wir mit unserem Biologie und Chemie Lehrer im Unterricht zu einem Salztruck gingen, der auf dem Busparkplatz der KGS parkte. Es handelte sich hierbei um den LKW von Theo Jurriens. Er hat uns gezeigt, wie „besonders“ Salz ist, was man damit alles machen kann, und natürlich hat er uns auch etwas über Salzkristalle erzählt! Er hat uns auch erzählt, dass jedes Jahr ein Salzkristall - Wettbewerb stattfindet und wo man sich dafür anmelden kann. Ich fand, dass das mal eine neue Erfahrung wäre und beschloss mich dort anzumelden.
 
Zwei Tage nach der Anmeldung fing ich an zu grübeln, was ich für einen Gegenstand zum Kristallisieren nehmen sollte. Sollte ich lieber einen dicken oder dünnen, einen großen oder lieber einen kleinen Gegenstand nehmen? Nach langen Überlegungen kam ich schließlich zu dem Endschluss, dass ich einen Regenschirm nehme, da es draußen geregnet hatte.
 
Und so fing ich an: Zuerst bastelte ich mir aus Draht, Stoff und Nähgarn einen Regenschirm und stellte dann mein Salzwasser her. Das kann man ganz leicht selber machen. Zunächst erhitzt man 1 Liter Wasser und vermischt dieses mit 400 g Salz. Jetzt konnte ich den Regenschirm in den durchsichtigen Behälter stellen, wo ich zuvor das Salzwasser reingeschüttet hatte. Ab jetzt hieß es warten.
 
·        Nach zwei Tagen bildeten sich die ersten Kristalle. Sie sahen aus wie kleine Sterne.
·        Nach vier Tagen bildeten sich sogar schon Kristalle am Stoffdach des Regenschirms.
·        Nach etwa zwei Wochen war der Regenschirm komplett mit Kristallen bedeckt und ich war gespannt, ob ich ins Finale kommen würde. Nach einem Monat bekam ich eine E-Mail in der mir mitgeteilt wurde, dass ich unter den 6 besten Teilnehmern sei und im Finale stehen würde.
Da war die Freude natürlich groß! Juhu Finale,“ dachte ich nur und bereitete ich darauf vor was ich bei meiner Präsentation in der Landesbibliothek Oldenburg sagen könnte. Laut E-Mail sollte ich dort nämlich zwei Wochen später eine Power point Präsentation über meine Versuche und Erfahrungen halten.
                                                     

 

Das Finale
 
Die Zeit bis zum Finale verging wie im Flug. Ich wusste, dass heute der Tag endlich gekommen war, an dem ich meine Präsentation halten durfte. Nach kurzer Fahrt war ich endlich bei der Bibliothek angekommen. Nach einer Losentscheidung durfte ich meinen Vortrag gleich als erste halten. Im Anschluss hat Theo Jurriens besonders gelobt, dass ich mein Logbuch, dass wir während der Zeit, in der wir den Kristall gezüchtet hatten, schreiben sollten, nicht nur auf Deutsch sondern auch auf in seiner Muttersprache Niederländisch geschrieben hatte.
 
Die Konkurrenz war stark. Aus 60 teilnehmenden Gruppen hatten es vier aus Oldenburg und zwei von der KGS Wiesmoor geschafft. Alle hatten sich Mühe gegeben, die eigene Präsentation perfekt vorzubereiten und vorzutragen. Es war unheimlich spannend - schließlich konnte es nur einen Gewinner geben. Am Ende entschied die Jury, dass der erste und dritte Platz an die KGS Wiesmoor und der zweite nach Oldenburg gehen sollte. Ich habe den dritten Platz gemacht und meine beiden Klassenkameradinnen den ersten (siehe folgender Bericht). Jeder der Preisträger bekam einen Bücher - Gutschein im Wert von 10 €, eine Urkunde, das Buch „Der Weg des weißen Goldes“ und Schokolade. Zudem wurden wir in das Salzmuseum Lüneburg zur Nacht des offenen Museums eingeladen, um dort unsere Präsentationen und die Kristalle noch einmal vorzuführen. Das waren tolle Erfahrungen.                                                                                           
 
Falls ihr noch wissen wollt wo man sich anmelden kann um mitzumachen, einfach auf www.zoutkristallen.nl klicken. Die Anmeldung und die Teilnahme sind kostenlos.
 
 
Mit der ,,Golden Gate Bridge“ nach Oldenburg
von Milena Ottersberg
 
Im März hatten wir (Anika Budde und Milena Ottersberg) von einem Salzkristallwettbewerb gehört und uns entschieden an ihm teilzunehmen. Die Aufgabe war es, ein Gestell zu bauen und es dann mit Salzkristallen bewachsen zu lassen. Wir haben lange überlegt, was wir bauen sollten und haben uns schließlich für die ,,Golden Gate Bridge“ entschieden. Im April trafen wir uns um unser Projekt zu starten. Als erstes haben wir das schwierige Gestell gebaut. Dazu benutzten wir:
 
·        Schaschlikspieße
·        Zahnstocher
·        Stopfgarn
·        Nähfaden
 
Als wir das Gestell fertig hatten, stellten wir es in eine gesättigte Kochsalzlösung her, die wir mit roter Lebensmittelfarbe einfärbten. Im Laufe des Experimentes haben wir regelmäßig Protokolle geschrieben sowie Fotos gemacht und diese dann in unser Logbuch auf der Internetseite des Wettbewerbs gestellt.
 
 
Die Entscheidung: Das Finale in Oldenburg
von Anika Budde
 

Als wir die Einladung für das Finale bekommen hatten, konnten wir unsere Freude einfach nicht zurückhalten. Nach zwei Tagen begriffen wir es dann endlich, dass wir es geschafft hatten in das Finale zu gelangen. Es fand in der Landesbibliothek in Oldenburg statt.

Als wir dann endlich dort waren und unsere Golden Gate Brücke auf ihren Platz gestellt hatten, ging es auch schon los. Den ersten Vortrag hielt unsere Mitschülerin Julia Röben über ihren Regenschirm. Auf die Fragen der Jury antwortete sie sehr selbstbewusst und schlagfertig. Darauf folgte dann großes Lob an Julia und die Nächsten durften präsentieren. Es folgten Gruppen von der IGS Flötenteich (Oldenburg) und vom „Neuen Gymnasium“ Oldenburg. Eine Gruppe hatte ein Salzbuch hergestellt. Diese waren sich schon bei ihrer Präsentation absolut sicher, dass sie den 1.Preis gewinnen würden. Dann hielten wir unseren Vortrag über unsere Experimente mit der Golden Gate Bridge. Wir waren sehr aufgeregt und hatten auch ein bisschen Angst vor den Fragen der Jury, denn in dieser saßen angesehene Professoren von verschiedenen Universitäten. Unsere Präsentation ist uns gut gelungen, so dass die Juroren uns nur wenige Fragen stellte, die wir leicht beantworten konnten. Nach unserer Präsentation und dem Applaus der Zuschauer waren wir sehr erleichtert. Nachdem alle Gruppen ihre Salzmodelle vorgestellt hatten, zog sich die Jury zur Beratung zurück. Nach ca. 15 Minuten war es dann soweit. Die Jury kam zurück und verkündete das Ergebnis.

Julia wurde Dritte, die Gruppe vom neuen Gymnasium Zweiter und wir immer aufgeregter.

Entweder Erster oder nur Teilnehmer am Finale. Aber es hatte gereicht. Die Jury hatte unser Projekt auf den ersten Platz gesetzt, alle kamen, um uns zu gratulieren. Das Regionalfernsehen Oldenburg machte ein Interview mit uns, und es wurden Bilder für die Zeitung und für das Internet geschossen. Als ersten Preis erhielten wir einen Salzpokal, einen Buchgutschein, ein Buch und Süßigkeiten aus der Salzstadt Halle/Saale.

Professor Lamschuss, der Direktor des Salzmuseums in Lüneburg, lud uns zur Museumsnacht nach Lüneburg ein, bei der wir unsere Präsentation noch zwei Mal vorstellen durften. Wir verbrachten zwei schöne Tage in Lüneburg und besichtigten auch andere Ausstellungen. Vor Ort war auch Dr. Jurriens von der Rijksuniversiteit Groningen. Er ist der Veranstalter dieser Salzkristallwettbewerbe.

 

Es war ein interessantes und lehrreiches Projekt, welches uns viel Freude bereitet hat. Eventuell ist für das nächste Jahr eine Neuauflage dieses Wettbewerbs geplant und wir hoffen, unsere KGS kann daran wieder erfolgreich teilnehmen.

 


Chemie – was ist das?

In den Naturwissenschaften werden die in der Natur beobachtbaren Phänomene beschrieben und erklärt. Je nach Herangehensweise, Fragestellung und Untersuchungsgegenstand unter-scheiden sich die drei in der Schule etablierten naturwissenschaftlichen Fächer:

  • In der Biologie werden Lebewesen und ihre Lebensbedingungen untersucht.
  • In der Physik wird alles in den Blick genommen, was sich messen und mathematisch beschreiben lässt. Dabei wird versucht, grundlegende Gesetzmäßigkeiten zu formulieren.
  • In der Chemie werden Stoffe und ihre Eigenschaften untersucht. Diese werden auf ihren atomaren Aufbau zurückgeführt, und es wird versucht, gezielt neue Stoffe herzustellen oder Stoffe in Stoffgemischen nachzuweisen.

In den vergangenen Jahren hat sich nun immer mehr gezeigt, dass in der modernen Forschung die Fächer nicht isoliert voneinander betrachtet werden dürfen. Die spannendsten Entwick-lungen lassen sich vor allem in den Überschneidungsfeldern der Naturwissenschaften feststellen. So sind heute keine Biologen, Chemiker oder Physiker, sondern in erster Linie Naturwissenschaftler gesucht. Diesem Anspruch versuchen wir im Unterricht vermehrt durch fächerübergreifende Fragestellungen und Betrachtungsweisen Rechnung zu tragen. So hoffen wir, dass einige Schüler in der Zukunft zum Beispiel im Biologieunterricht nicht mehr enttäuscht sind, wenn sie viel chemisches Grundlagenwissen einsetzen müssen, obwohl sie doch bewusst Biologie an- und Chemie abgewählt haben.


Chemie – ist das schwierig?

Viele Menschen haben den Eindruck, dass chemisches Wissen schwierig, während hingegen biologisches viel einfacher zu erlernen sei. Bei näherer Betrachtungsweise fällt allerdings auf, dass die Fächer in der Schule sehr unterschiedlich gelehrt werden (müssen). Sind die Themen im Biologieunterricht in der Sekundarstufe I klar voneinander abgegrenzt und haben häufig nur wenig Bezug zueinander (Beispiel Klasse 6 Gymnasium: Thema 1: Tiere im Winter - Thema 2: Sexualität des Menschen), so bauen die Inhalte im Chemieunterricht kontinuierlich aufeinander auf. Wer hier einmal den Anschluss verliert und nicht bereit ist, nachzulernen, der hat es in der Tat schwer. Daher gilt im Chemieunterricht noch stärker als in vielen anderen Fächern: Immer am Ball bleiben - dann ist es eigentlich ganz einfach und logisch.


Chemie – Unterricht neu gestalten: Wir machen mit!

Bis zum Ende der 1980`er Jahre wurden im Chemieunterricht Fakten und Gesetzmäßigkeiten gelehrt, die mit der Lebenswelt der Schüler in der Regel sehr wenig zu tun hatten. Es galt die Devise: "Die spannenden Dinge dieser Welt lassen sich chemisch erst dann untersuchen, wenn man die Chemie verstanden hat!" In den 1990`er Jahren rückten dann auch zunehmend Alltagsphänomene in den Fokus der Didaktik. Ausgehend vom Arbeitskreis um  Professor W. Janssen (Universität Oldenburg) wurde mit "ChiK - Chemie im Kontext" ein Konzept entwickelt, in welchem Phänomene, Gegenstände und Verbrauchsgüter aus dem Alltag zum zentralen Untersuchungsobjekt werden. (Weitere Informationen über ChiK finden sich unter: http://www.chemiedidaktik.uni-oldenburg.de) Diese Kontexte müssen dabei so ausgewählt sein, dass sich an ihnen die vorgeschriebenen Inhalte des Chemieunterrichts schülernah, d.h. unter anderem verständlich, spannend, sinnstiftend und nachvollziehbar, erklären lassen. Bis 2005 wurden von zahlreichen Arbeitsgruppen immer neue Unterrichtsreihen konzipiert. Nun zeigte sich jedoch, dass einige Themen mehrfach bearbeitet, andere jedoch überhaupt nicht in den Fokus genommen wurden. Seit 2006 hat sich nun eine neue Arbeitsgruppe mit dem Ziel gegründet, auch für solche eher schwierigen Themenfelder kontextorientierte Unterrichts-einheiten zu entwickeln und alle Einheiten so aufeinander abzustimmen, dass der Unterricht von der Klasse 6 bis zum Abitur an lebensweltlichen Fragestellungen ausgerichtet sein kann. Dieser Arbeitsgruppe gehören neben einigen Chemie - KollegInnen der KGS Wiesmoor auch noch Chemie - LehrerInnen von zehn Gymnasien und einer IGS aus dem Weser - Ems Gebiet an.


Chemieunterricht an der KGS Wiesmoor

Durch die im Bundesland Niedersachsen seit 2007 für die Sekundarstufe I und seit 2010 für die Sekundarstufe II geltenden Kerncurricula ist vorgeschrieben, welche Inhalte die Schüler in den einzelnen Schuljahren lernen und welche Kompetenzen sie im Chemieunterricht erwerben sowie anwenden sollen. Die Erfüllung dieser Vorgaben ist für die Unterrichtenden verpflichtend, die Gestaltung des Unterrichts, d.h. z.B. auch die Wahl der Kontexte, hingegen frei. Ausgehend vom Jahrgang 6 (Beginn des Chemieunterrichts an der KGS) sind wir in den kommenden Jahren bemüht, in allen drei Schulstufen vermehrt kontextorientierte Unter­richtsreihen einzusetzen. Hierbei spielen von den SchülerInnen selbst durchgeführte Experimente eine zentrale Rolle. Wir freuen uns, dass dieses an der KGS aufgrund der Bereitstellung von finanziellen Mitteln durch die Stadt Wiesmoor (als Schulträger) sowie den Verband der Chemischen Industrie (näheres unter www.vci-nord.de) möglich ist. So hoffen wir, das Fach Chemie in Zukunft für die SchülerInnen noch interessanter zu machen.


Wie kann Chemieunterricht ablaufen?
(Beispiel Klasse 6)
klassischer Unterricht
kontextorientierter Unterricht
Inhalte
Sicherheit in der Chemie
Stoffe und ihre Eigenschaften
Trennen von Stoffen
Die Chemie ersetzt den Vorkoster
Salz – das weiße Gold aus Lüneburg
Umgang mit dem Gas­brenner
Aggregatzustände
Schmelz- und Siede­temperatur
Löslichkeit verschiedener Stoffe in Wasser
saure und alkalische Lösungen
Trennverfahren

Chemieunterricht an der KGS - Eine Bestandsaufnahme

Mit Freude blickt die Fachgruppe Chemie auf das Wahlverhalten der SchülerInnen in Bezug auf die Abiturprüfungskurse in den vergangenen Jahren zurück. Hier ist festzustellen, dass seit der Gründung der gymnasialen Oberstufe durchgehend Prüfungskurse und (mit Ausnahme eines Jahrgangs) auch Leistungs­kurse im Fach Chemie unterrichtet werden konnten. Daneben wurde über mehrere Jahre hinweg im Bereich der Arbeitsgemeinschaften ein „Offenes Labor Chemie“ angeboten, in welchem SchülerInnen aller Schulzweige mit zum Teil sehr großem Engagement an - dem Alter angemessenen - fachspezifischen Frage­stellungen gearbeitet (und vor allem experimen­tiert) haben. Eine schöne Erfahrung war auch die im Schuljahr 2008 / 09 durchgeführte Kooperation mit der Grundschule Wiesmoor – Süd, bei der SchülerInnen der dritten und vierten Klassen Unterricht nach dem an der Universität Oldenburg entwickelten ChemOL – Konzept erhielten.

Höhepunkte des Chemieunterrichts bildeten für SchülerInnen und KollegInnen darüber hinaus die Teilnahme an Wettbewerben, Exkursionen und / oder Projekte. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veranstaltungen der vergangenen Jahre.


Art der Veranstaltung
Klasse
Jahr
Exkursion zur Raffinerie nach Wilhelmshaven und zur Brauerei nach Jever
11
1997 – 2003
Projektwoche Bierbrauen und Kosmetika
12 / 13
1999
Schulfest: Chemie macht Spaß
13 / 7 / 9
2000 / 02 / 04
Vortrag: Prof. Wittko Franke: Die chemische Sprache
12
2001
Teilnahme am Wettbewerb des Verbandes der chemischen Industrie: Thema Lebensmittel­zusatz­stoffe (2. Platz; norddeutschlandweit)
12
2002
Projekttag Bierbrauen
11
2002 /
Fahrt zum Tag der Chemie an der Uni OL Vergabe des Angelus – Sala – Preises
10 / 13
2003 / 05 / 06 / 07
Exkursion zum Blaufärber nach Jever
13
2003
Exkursion AKW Unterweser / Kleinensiel
8 / 10
2003 / 07
Teilnahme am Wettbewerb: Das ist Chemie
5 / 6
2003
Teilnahme am Wettbewerb des Verbandes der chemischen Industrie: Thema Kosmetik (Platz unter den ersten zehn; norddeutschlandweit)
11
2004
Projektwoche: Indigo – ein Farbstoff Afrikas erobert die Welt
9 - 13
2005
Teilnahme am Wettbewerb „DGF Schülerpreis“: Thema Fette (3. Platz; bundesweit)
12
2007
Exkursion zur Phänomenta (Wolfsburg)
7
2008
Teilnahme am Wettbewerb des Verbandes der chemischen Industrie: Thema Salz (3. Platz; norddeutschlandweit)
6
2008
Teilnahme an der Chemie Olympiade
12
2008
Frühstudium Chemie an der Universität Oldenburg (1 Schüler)
12 - 13
2007 - 2009
Chemie – Show auf dem Frühlingsfest
6 - 10
2008
Exkursion zur Verzinkerei nach Jübberde
12
2009
Teilnahme an der Chemie Olympiade
10
2009


Chemie - Olympiade 2009 / 10

Am 8. und 9. Mai 2009 nahmen Julia Amelsberg und Habiba Schiller aus der Klasse 10g3 der KGS Wiesmoor an einem Vorbereitungsseminar auf die Chemieolympiade an der Universität Oldenburg teil. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

 

Nachdem wir nach ein wenig Suchen und Nachfragen den Raum, in dem wir uns mit den anderen Teilnehmern und dem Professor treffen wollten, gefunden hatten, hat der Professor ziemlich bald mit der Begrüßung begonnen. Alle Teilnehmer haben ein Namensschild bekommen, das wir bei uns tragen mussten, um in der Mensa unser Mittagessen umsonst zu bekommen, sowie eine Mappe, in der der Inhalt der Vorlesungen festgehalten wurde. Gleich nachdem der Professor den Sinn der Vorlesung erklärt hat, hat er begonnen die erste Vorlesung zu halten. Das Hauptthema des gesamten Seminars war "Metalle - Werkstoffe und Reagenzien". In dieser ersten Vorlesung hat der Professor allerdings einiges an Grundwissen wiederholt. Alle gelieferten Informationen sollten letzten Endes dazu führen, dass wir in der Lage sind, bei unseren Experimenten im Labor den Äquivalenzpunkt einer Redoxtitration zu erkennen.

Nach der Vorlesung hatten wir dann alle erst einmal 45 Minuten Mittagspause, in der wir gemeinsam in der Mensa gegessen haben.

Bevor wir dann endlich im Labor arbeiten durften, mussten wir uns erst einmal eine Menge an Sicherheitsbelehrungen anhören. Jeder, der in ein Labor will, muss Schutzkleidung tragen, also Schutzbrille und Laborkittel. Alle Teilnehmer wurden in Gruppen aufgeteilt, die dann Tutoren zugeteilt wurden. Die Tutoren waren Chemiestudenten, die sich dazu bereiterklärt hatten, uns bei der Laborarbeit zu betreuen. Als es dann 18:00 Uhr war, sind alle entweder nach Hause gegangen oder haben sich auf den Weg zur Jugendherberge gemacht. Nach dem gemeinsamen Abendessen von denen, die in der Jugendherberge übernachtet haben, stand uns der restliche Tag dann frei.

Am nächsten Tag haben wir zunächst in der Jungendherberge gefrühstückt, um uns danach mit dem Bus auf den Weg zur Universität zu machen. Wieder begann der Tag an der Uni mit einem Seminar. Der Professor erklärte die Eigenschaften von Metallen und den Aufbau der Metallteilchen. Leider haben wir nicht alles verstanden.

Mittags haben wir Pizza bestellt und mit den anderen Teilnehmern, den Tutoren und dem Professor zusammen gegessen.

Nachmittags haben wir wieder im Labor experimentiert. Dort haben wir zunächst Nachweisreaktionen für unterschiedliche Stoffe durchgeführt. Dann haben wir die Aufgabe bekommen, nachzuweisen, um welche Stoffe es sich in unserer Probe handelt. Diese Aufgabe war interessant und wir haben einen  ersten Eindruck davon bekommen, wie die Arbeit im Labor aussieht. Um 16.30 Uhr war dann auch die Laborarbeit zu Ende.

Wir haben uns schließlich von den anderen Teilnehmern verabschiedet und haben uns auf den Weg nach Wiesmoor gemacht. Diese zwei Tage haben uns einen Eindruck von der Uni gebracht und wir konnten viele Erfahrungen mitnehmen.

Weitere Informationen auch unter: www.presse.uni-oldenburg.de/mit/2009/206.html


Klasse 8g3 gewinnt 1000 € bei Chemie -Wettbewerb

Bei einem für Schulen in Norddeutschland ausgeschriebenen Wettbewerb des Verbandes der Chemischen Industrie über das Thema "Salze - Säulen der Chemie" hat die Klasse 8g3 mit ihrem Beitrag "Das weiße Gold aus Lüneburg" den dritten Preis gewonnen. Dieser ist dotiert mit 1000 € für eine Studienreise sowie zusätzlichen 400 €, von denen Gerätschaften für den Chemie - Unterricht gekauft werden sollen. Außerdem sind die SchülerInnen zusammen mit ihrem betreuenden Chemielehrer Herrn Stratmann und der Klassenlehrerin Frau Finke zur Preisverleihung nach Hannover eingeladen.

Gegenstand des Wettbewerbsbeitrags ist die Dokumentation einer Unterrichtseinheit über das Lüneburger Salz, die in der Klasse 6 durchgeführt wurde. In dieser wurden zum einen grundlegende chemische Kenntnisse erarbeitet, darüber hinaus aber auch mannigfaltige Bezüge zu den Fächern Mathematik, Physik, Erdkunde, Geschichte und Deutsch geknüpft. Sowohl im Verlauf des Unterrichts in der Klasse 6 als auch bei der Anfertigung des Beitrags im Schuljahr 2007 / 08 konnten die SchülerInnen dann ihre u.a. im Bereich des Methodentrainings erworbenen Computer - Kenntnisse in Bezug auf die Anwendung der Programme Word und Excel unter Beweis stellen sowie zeigen, dass sie Informationen und geeignete Abbildungen aus dem Internet in Texte einbinden können.


Die KGS-Wiesmoor nimmt an Chemie-Olympiade teil - Landesseminar in Hannover

Als Belohnung für die Bewältigung der zweiten Runde des Auswahlwettbewerbes der 40. internationalen Chemie-Olympiade machten sich am Montag, den elften Februar 2008, 15 Chemie-begeisterte Schüler aus Niedersachsen und zwei weitere aus Schleswig-Holstein auf nach Hannover, um dort drei Tage bei der Solvay Pharmaceuticals GmbH und zwei weitere Tage am Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Leibniz Universität Hannover zu verbringen.

Am Montag begann der Tag nach der Begrüßung mit einem Vortrag über das Pharma- und Chemieunternehmen Solvay und über die Entwicklung von Arzneimittel. Dabei kamen interessante Fakten zum Vorschein: Zum Beispiel kostet die Entwicklung eines Medikaments bis zu 800 Millionen Euro und dauert zwölf Jahre.
Den Schülern wurde dabei erklärt, wie wichtig die "Pharmakokinetik" ist, die sich mit der Aufnahme, der Verteilung, der Umwandlung und schließlich mit der Ausscheidung des Medikaments aus dem Körper beschäftigt. So kann das ungiftige Medikament zum Beispiel in einem giftigen Stoff im Körper umgewandelt werden.
Nach dem schmackhaften Mittagessen (besonders das leckere Dessert muss Erwähnung finden) ging es dann weiter zur Mikrowellenchemie, bei der die "Biginelli"-Reaktion, die auch in den folgenden Tagen weiter Thema war, behandelt wurde. Besonders interessant war auch der Vortrag über die Visualisierung der Moleküle am Computer, um so die Struktur bestimmen zu können.
Nach weiteren spannenden Vorträgen gab es noch eine abschließende Runde, bei der unter anderem viele Fragen zum Berufsbild des Chemikers bei Solvay ausführlich von den Angestellten beantwortet wurden.

Auch am Dienstag gab es ein tages-füllendes Programm. So bekam man zum Beispiel Einblick in die NMR- und in die Massen-Spektroskopie, die mit anderen Analysemethoden wie der Chromatographie verbunden werden. Auch die Substanz-Bibliothek mit über fünf Millionen Substanzen, auf die weltweit von Solvay-Standorten abgerufen werden kann, wurde besichtigt.
Äußerst lehrreich war auch der PARC-Vortrag, der von der Parallel-Chemie handelte, bei der bis zu einer Million Verbindungen am Tag auf Wirksamkeit getestet werden können.
Am Mittwoch gab es unter anderem Einblicke in "Infotools". Dabei erfuhren die Schüler zum Beispiel, dass allein für Zeitschriften ein siebenstelliger Geldbetrag aufgewendet wird, um die Forscher auf dem Laufenden zu halten. Auch Zettel mit nützlichen Internet-Seiten wurden verteilt. Am Nachmittag bekamen die Olympioniken einen Einblick in die Biologie und die Wirkung eines Medikaments wurde an einem Muskel des Herzens getestet.
Gegen Abend wurde als Abschied bei Solvay Preise für den besten Schüler und die engagiertesten Schulen in Niedersachsen verliehen. Die leckere Verpflegung bei der Preisvergabe und auch die Übernachtung im "Naturfreundehaus" wurde netterweise vom Verband der chemischen Industrie Nord gesponsort.
Gegen 20 Uhr sind noch zwei nette Chemiestudenten aus Göttingen angereist, um mit den Jugendlichen Aufgaben aus der Chemie-Olympiade zu bearbeiten.

An den folgenden Tagen gab es an der Universität einen praktischen Einblick in das Chemiestudium und die Schüler konnten z.B. eigenständig Versuche aus dem Grundpraktikum, wie die Berechnung der Oberflächenspannung von einem Wasser-Ethanol-Gemisch oder der Aktivierungsenergie bei der Rohrzucker-Inversion, durchführen, die später in kurzen Referaten erläutert wurden.
Um einen Einblick in die Arbeit von Doktoranden zu schaffen, gab es Vorträge über die Forschung mit Nanopartikel und über die Bewegung von Ionen in Festkörpern, die zum Beispiel für die Eigenschaften von Akkumulatoren von wichtiger Bedeutung sind.
Nach Versuchen über den qualitativen Nachweis von Kationen konnten die Schüler ein abschließendes Gespräch mit zwei freundlichen Studierenden über das Studium führen.

Insgesamt war das Landesseminar für die Schüler ein voller Erfolg und man bekam nicht nur interessante Einblicke in das Leben der (pharmazeutischen) Chemiker und der Chemiestudenten, sondern man lernte zum Beispiel auch viel über moderne Analysemethoden wie die NMR-Spektroskopie. Auch die Schüler an sich waren kontaktfreudig und unternahmen unter anderem gemeinsam am Abend Erkundungen von Hannover.

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