Samstag, 21.7.2018, 17:39
KGS Wiesmoor
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Naturwissenschaften

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Bekassine, Rotschenkel, Kiebitz und Co.

Es ist Montagmorgen und für einige Fünftklässler der KGS ein besonderer Tag. Wie an fünf weiteren Terminen beenden sie ihren regulären Unterricht bereits nach der ersten Stunde und treffen sich mit Rucksack und Stiefeln bewaffnet am alten Busbahnhof. Dort warten neben uns Projektbetreuern bereits einige Kinder der Grundschule Mitte. Gemeinsam mit weiteren Teilnehmern der Grundschulen Süd und Ottermeer erobern sie den Sonderbus, der uns heute nach Lübbertsfehn bringen wird. Dort werden wir bereits von Marion Gerhardt und Lars Püllenberg von der Naturschutzstation mit einem erlebnisreichen Programm erwartet.

Heute werden die Wiesenvögel des Fehntjer Tiefs den Mittelpunkt unserer Untersuchungen bilden. Da es der Wettergott ausgesprochen gut mit uns meint, geht es nach einer kurzen Vorbesprechung bereits an die Tat. Um die vorgestellten "Stars der Wiese" dann aber auch mit dem Fernglas erspähen zu können, bedarf es Geduld und einer großen Portion Stille. Nachdem wir spielerisch unseren Gehörsinn geschärft haben, versammeln wir uns auf dem Beobachtungsturm. Von hier aus hat man einen beeindruckenden Rundumblick. Nicht nur die ersten Vertreter der gesuchten Wiesenvögel sind zu entdecken, sondern auch der Stolz des Niedermoors, die Wasserbüffel. Wer noch näher hinschauen möchte, hat dann auch die Möglichkeit unter Marions Anleitung das mitgebrachte Spektiv auszuprobieren.

 

 

Nach dieser ersten Orientierung geht es an die eigentliche Aufgabe, die Beobachtung und Kartierung der gesuchten Vögel. Neben dem markanten Vogel des Jahres, der Bekassine, sollten heute dann auch tatsächlich Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe entdeckt werden, wie auch viele weitere schon bekannte Gartenvögel. Die Beobachtungszeit von 20 Minuten vergeht buchstäblich wie im Flug, ja erscheint dann doch schon fast zu kurz. Die Skizzen sind voll mit Entdeckungen und die anfängliche Skepsis - auf einer Isomatte sitzend durch ein Fernglas in die Wiesen zu schauen könnte schnell langweilig werden - ist gewichen. Während der abschließenden Beobachtung vom Turm aus werden die Entdeckungen wie kleine Trophäen gehandelt und geteilt.

 

Die Zusammenführung der Einzelskizzen zu einer großen Karte schließt in der Station einen erlebnisreichen Vormittag ab. Neben dem Thema Wiesenvögel stehen weitere spannende biologische Themen wie Wiesenpflanzen und -insekten, Gewässer- und Bodenuntersuchungen, Tierspuren und Pilze im Wald auf dem Programm der Begabtenförderung. Neben den Inhalten geht es insbesondere um das praktische Entdecken der Natur und den Umgang mit Fachmethoden und Arbeitsweisen, die den üblichen Unterrichtsstoff der Naturwissenschaften ergänzen und vertiefen.
In Kooperation mit den Wiesmoorer Grundschulen soll einem ausgewählten Kreis von be-sonders interessierten und begabten Schülern und Schülerinnen hier eine Möglichkeit gegeben werden, ihr spezielles Talent kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Wie die Beobachtung der Wiesenvögel gezeigt hat, bietet die Naturschutzstation Lübbertsfehn beste Voraussetzungen, im Niedermoor als auch im Ihlower Forst ereignis- und lehrreiche Vormittage zu gestalten. Für einen Großteil der Teilnehmer wird es gleich nach den Sommerferien mit neuen Themen weitergehen, wenn sie dann als "alte Hasen" von ihren Grundschulen in den Jahrgang fünf der KGS gewechselt sind. Wir werden sehen, wer dann die "Stars der Natur" sind. Es bleibt spannend.

R. Noormann


WPK Kurse „Naturwissenschaften“ enden im Watt

Am 4. Juni 2013 gab es für die Kurse einen tollen Abschluss des Jahres: Ein Ausflug ins Wattenmeer. Zur Einstimmung auf diesen Tagesausflug gab es am Morgen einen kurzen Film. Und sobald Sonnencreme und Ersatzkleidung eingepackt waren, konnte es los gehen. Wir fuhren mit dem Bus nach Naßmersiel. Dort wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und noch Mal eine letzte Stärkung zu sich genommen. Dann empfingen uns Wattführer Johann und seine Kollegin Altraut freundlich. In zwei Gruppen wurde eine Wattwanderung nach Baltrum unternommen. Der Weg dorthin kam einem kleinen Abenteuer gleich. Es musste Schlick durchwatet werden, Muschelbänke überstanden und Priele durchquert werden. Dabei erklärten uns Johann und Altraut viele wissenswerte und spannende Dinge über das Wattenmeer und die Tiere und Pflanzen die dort leben, wie den Meersalat oder die Herzmuschel. Es war die anschaulichste Wiederholung für alles, was im Unterricht behandelt worden war. Nach ungefähr drei Stunden sind alle dreckig und kaputt, aber erfolgreich auf Baltrum angekommen. Nach einem kurzen sonnigen Aufenthalt auf der Insel ging es mit der Fähre zurück nach Neßmersiel und von da aus wieder nach Wiesmoor. Es war der krönende Abschluss der beiden Kurse!

Madita Wahrheit, Freiwilliges Ökologisches Jahr

 


Das Ende des Nashorns…

meint leider nicht die Spitze eines charakteristischen Nasenhorns des zweitgrößten Landsäugers, sondern die Ausrottung des Nördlichen Breitmaulnashorns in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet.

Eine sechste Klasse sowie zwei Oberstufenkurse Biologie der KGS Wiesmoor ließen sich am 4. März 2011 von Herrn Armin Püttger-Conradt die spannenden, aber leider letztlich erfolglosen Stationen eines Artenschutzvorhabens vor Augen malen. Der Biologe berichtete in einem umfangreichen Diavortrag umso eindrucksvoller vom Leben und Sterben dieser Großsäuger, als er diese Tiere seit über 30 Jahren immer wieder vor Ort untersuchte.

Während für die Sechstklässler vor allem das mit einer Schulterhöhe von ca. 2 m recht imposante Tier selbst im Vordergrund stand, knüpfte Herr Püttger-Conradt für die Oberstufenkurse an die ökologischen, evolutionsbiologischen und genetischen Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler an. Auf diese Weise wurde der enge Zusammenhang von Fachwissenschaft und Naturschutz deutlich. Für alle Schüler gemeinsam dürfte gelten, dass sie für das Anliegen des Artenschutzes sensibilisiert wurden.

Die Weißen Nashörner litten vor allem an den Folgen des Bürgerkriegs im Kongo. Wilderer töteten die Tiere, entfernten die Nasenhörner, die vor allem auf dem asiatischen Markt hohe Preise erzielen, und ließen die Kadaver liegen. Der Tausch Waffen gegen Nasenhörner führte letztlich zur Ausrottung. Im Rahmen des Artenschutzprogramms wird nun versucht, vier Nachkommen tschechischer Zoonashörner in Kenia  wieder anzusiedeln. Diese Anzahl dürfte jedoch zu klein sein, um eine stabile Population aufzubauen.

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