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Naturwissenschaften » Biologie



Das Unsichtbare sichtbar werden lassen

Im Rahmen des Ganztagsangebotes fand am 19. Februar wieder ein Gentechnik-Praktikum statt. Hier konnten Schülerinnen und Schüler der naturwissenschaftlichen Oberstufenkurse Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten und Forschen gewinnen. Mit 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Kurs wieder sehr gut besucht.

Trotz des anstrengenden langen Tages waren alle konzentriert dabei und erzielten gute Resultate. 


Wenn es in der Schule wissenschaftlich wird

Dr. Peter Flache experimentiert an KGS Wiesmoor mit Schülern zum Thema Gentechnik
Die Kursteilnehmer opfern für den Unterricht genauso ihre Freizeit wie der Lehrer. Es stehen ihnen sehr teure Geräte der Universität zur Verfügung.
Von Bernd-Volker Brahms

Wiesmoor - Als der Lehrer Dr. Peter Flache vor kurzem an der KGS in Wiesmoor einen Kursus für Gentechnik angeboten hat, da war die Liste schnell voll. An einem Samstag experimentierte der 50-Jährige einen ganzen Tag lang zusammen mit 15 Schülern aus den Klassenstufen elf und zwölf. „Die Schüler waren mit großer Konzentration dabei", sagt Flache. Und das, obwohl der Unterricht sowohl für die Kursteilnehmer als auch den Lehrer in der Freizeit stattfand. ,,Ich habe die Möglichkeit, die Geräte auszuleihen, die Manfred Buchner als Fachleiter für Biologie am Studienseminar Wilhelmshaven über die EWE-Stiftung kürzlich anschaffen konnte", sagt Flache. Ansonsten sei das gar nicht machbar. Das ganze Material kostet ca. 30 000 Euro. „Das kann sich eine Schule nicht leisten."
Jahrelang hat er als Biochemiker an der Universität in Erlangen und später als Manager in der Industrie gearbeitet, dabei entstand das Projekt vor acht Jahren, zunächst mit geliehenem Material von dem Institut an dem er promoviert hatte.
Im Gen-Kursus brachte er den Schülern bei, wie Gen-Material isoliert wird. Es wurde mit Bakterien gearbeitet. „Die sind völlig ungefährlich", sagt Flache. Es seien Plasmide (kleine genetische Einheiten) aus Bakterien isoliert und anschließend mit Hilfe einer Elektrophorese (siehe Kasten) charakterisiert worden.
„Die Schüler konnten wissenschaftliches Arbeiten kennen lernen", sagte Flache, der an der KGS Fachlehrer für Biologie, Physik und Chemie ist. Mit dem Kursus hätten die Schüler begreifen können, was Gentechnik überhaupt bedeutet. „Das bleibt ja oft ein abstrakter Begriff." Die Schüler hätten jeder ein Teilnahmezertifikat ausgehändigt bekommen. „Das kann ihnen eventuell auch beruflich bei Bewerbungen weiterhelfen", so der Lehrer.

Gentechnik


Als Gentechnik werden jene Methoden und Verfahren der Biotechnologie bezeichnet, die gezielte Eingriffe in das Erbgut (Genom) ermöglichen. Es werden dafür Kenntnisse der Molekularbiologie und Genetik angewandt. Träger der Erbinformationen ist die DNS. Sie ist ein Biomolekül.

Die Elektrophorese ist eine Methode zur Trennung von Molekülgemischen. Sie liefert die typischen Bandenmuster, mit denen das Vorhandensein bestimmter Gene sichtbar gemacht wird. Einzelne Moleküle bewegen sich in diesem Feld aufgrund ihrer elektrischen Ladung und ihrer Größe unterschiedlich schnell und werden getrennt.

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