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"Sport kann wie eine Schutzimpfung wirken"
Freizeit- und Bewegungspark - Eröffnung

Bericht aus der OZ vom 27. Mai 2000 zur Eröffnung des Freizeit- und Bewegungsparks in Wiesmoor

Offizielle Eröffnung des 2,2 Millionen Mark teuren Freizeit- und Bewegungsparks / offen für alle Bürger und Sportler. Heute präsentieren sich die Wiesmoorer Vereine in der neuen Anlage am Amaryllisweg.

Sport als eine "Art Schutzimpfung" gegen Gewalt und Drogenmissbrauch. So formuliert es Regierungspräsident Bernd Theilen, als er gestern den Wiesmoorer Freizeit- und Bewegungspark seiner Betimmung übergibt. 2,2 Millionen Mark hat sich die Gemeinde die Anlage am Amaryllisweg kosten lassen. "Bisher steckt leider noch kein Pfennig an Landesgeld in dem Projekt", bedauert der Gast aus Oldenburg.

Doch Theilen hofft nach eigener Auskunft auf den 14. Juni. Dann tage der auf Landesebene angesiedelte "Koordinierungskreis Sportsstättenbau". An diesem Tag werde sich entscheiden, ob es doch noch Landesmittel für das Projekt gebe, verkündet der Regierungspräsident. Dies könne der Fall sein, wenn die Kommission zu dem Ergebnis komme, dass die Anlage zum Beispiel Modellcharakter besitze, erläutert Günter Westermann, Sportdirektor bei der Bezirksregierung, auf Nachfrage der OZ. Gemeindedirektor Hermann Schreiber erhofft sich einen Zuschuss von 30 Prozent der Kosten.

Mit der Investition in die Anlage habe die Gemeinde ihr Geld gut angelegt, urteilt Theilen. Er spricht von der sozialen Bedeutung des Sports für die Gesellschaft. "Und wir wissen auch, dass Sportvereine unangefochten die wichtigesten Einrichtungen in der ausserschulischen Jugendbildung sind." Viele Beispiele aus der Vereinsarbeit zeigten, wie wichtig der Sport als vorbeugendes Mittel gegen wachsende Gewalt, Kriminalität und Drogenmissbrauch bei jungen Leuten geworden ist. "Beim Sport können sie soziale Fähigkeiten, wie Fairness, Teamgeist, Eigeninitiative und Verantwortung erleben und erwerben."

Bürgermeister Alfred Meyer erinnert daran, wie alles losging. Mit der anfangs der 80er Jahre gestellten Forderung nach einer schulnahen Sportanlage. Meyer lobt das Engagement von Wilhelm Hinrichs, Fachbereichsleiter Sport/Freizeit an der Gesamtschule, bei der Verwirklichung des Projektes.

"Jetzt hat Wiesmoor einen offenen Sportpark, der dem Schul-, dem Vereins- und dem Breitensport dient, aber auch ein Ort der Kommunikation sein soll." Das Angebot für die Benutzer umfasse auch eine Verpflichtung, unterstreicht der Bürgermeister. "Die Sportflächen und Einrichtungen sind pfleglich zu behandeln." Abschließend teilt er mit, dass für die 35000 Mark teure Skateranlage mittlerweile 9000 Mark an Spenden vorlägen.

Professor Jürgen Dieckert wünscht sich beim Anblick der Anlage in die Kindheit zurück. Die Wiesmoorer müssten jubeln über ein solches Angebot, sagt der Präsident des deutschen Turnerbundes. Sein in Oldenburg gestalteter Bewegungspark diente Hinrichs als Vorlage für das Wiesmoorer Projekt.

"Dieser Park verwirklicht, was die neuen Richtlinien für den Schulsport fordern", lobt Dieckert. "Darüberhinaus lädt er auch solche Bürger ein, die keinem Sportverein angehören", fast der Turn-Funktionär zusammen. Westermann schwärmt von einem "multifunktionalen Park, der in toller Art umgesetzt" worden sei.

Heute geht das Programm zur Erföffnung des Parks weiter. Ab 14.30 Uhr stellen sich die Wiesmoorer Vereine vor. Die Palette der Sportarten reicht von Fuss- und Volleyball über Tennis und Karate bis hin zum Jazzdance.


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