Samstag, 21.7.2018, 17:42
KGS Wiesmoor
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Oberstufe - Seminarfach


KGS Wiesmoor erstmals beim „Ossi-Loop“ dabei


Ehrungen für gute Leistungen durch den Förderkreis der Schulen Wiesmoors

Der Ossi-Loop, der Kultlauf durch Ostfriesland im Monat Mai, kommt auch immer besser bei den Schulen der Region an. Erstmalig dabei war in diesem Jahr eine Schülergruppe der KGS Wiesmoor. „Wir haben in der Oberstufenwertung den dritten Platz gemacht“, freute sich Jan Tobiassen, der die Schülerinnen und Schüler im Sportunterricht im Rahmen eines Seminarfaches auf die sechs Etappen von Bensersiel bis Leer vorbereitete. Die Schnellsten wurden jetzt vom Förderkreis der Schulen Wiesmoor geehrt.
Gesa Eilers und Hilka Siefkes vom Förderkreis-Vorstand freuen sich, dass auch die KGS Wiesmoor bei diesem Lauf präsent war und mit einheitlichen T-Shirts auch etwas für das Image der Schule leisteten. Schnellste Schülerin der KGS war Alke Hedemann; sie belegte in der Gesamtwertung einen fünften Platz. Bei den Schülern hatte Hilko Aden am Ende die beste Zeit. Beide erhielten vom Förderkreis Präsente. Ein Buchgeschenk von der Schule erhielt zudem Sven Schoone. „Mein Leben als Läufer“ lautet der Titel des Buches, überreicht von Jan Tobiassen.
Neben den Oberstufenschülern nahm auch Mirco Feldmann aus der 7. Realschulklasse teil. „Wir wussten gar nicht, dass sich ein weiterer Schüler angemeldet hatte und auch für unsere Schule an den Start ging“, sagte Jan Tobiassen. Umso größer war die Überraschung über die willkommene Verstärkung. Im nächsten Jahr wird die KGS Wiesmoor wieder am Ossi-Loop teilnehmen und dabei auch wieder die schönste Strecke absolvieren – das war nach Meinung der Teilnehmer die Abschnitt von Holtrop nach Bagband. Hinrich Trauernicht


Erstmals nahm die KGS Wiesmoor am Ossi-Loop teil. Die besten Läufer wurden jetzt vom Förderkreis der Schulen Wiesmoors geehrt. Unser Bild zeigt von links Gesa Eilers und Hilka Siefkes vom Förderkreis mit Melanie Oltmanns, Alyssa Dagli, Alke Hedemann, Janine Stiekel, Mirco Feldmann und Jan Tobiassen; obere Reihe von links Marc Gronewold, Hilko Aden, Aike de Buhr und Sven Schoone.
Foto: Trauernicht





Arbeit, Gebete und viel Spannung - wenn Schüler über mittelalterliches Klosterleben schreiben


Wer glaubt, das Leben in einem mittelalterlichen Kloster im Herzen Ostfrieslands könnte langweilig gewesen sein, der sollte die gerade erschienene Sammlung von Kurzgeschichten lesen, die die Abiturienten eines Seminarfachkurses der KGS Wiesmoor in diesen Tagen mit finanzieller Unterstützung der Raiffeisen – Volksbank Wiesmoor veröffentlicht haben. Jedem wird bei der Lektüre schnell auffallen, dass der Grundsatz „Ora et labora“ in den meisten Werken in den Hintergrund rückt. So geht es nicht um Arbeit und Gebete, sondern um Mord, Verrat, Liebe, den Zorn Gottes und vieles mehr. Schließlich ist gewiss, dass auch Mönche und Nonnen - zumindest im Mittelalter - Menschen waren, die in der Vorstellung der Autoren Taten mit erfreulichen, teilweise aber auch schrecklichen Konsequenzen begingen. Neben den Kurzgeschichten mit fiktiven Handlungen aus der Zeit zwischen 1250 und der Reformation enthält das Buch Zusammenfassungen der Ergebnisse von Forschungen der SchülerInnen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in einem Kloster dieser Zeit. Die Vorstellung des Buches erfolgt ausschließlich auf dem Präsentationsabend der Seminarfächer am 05.03.2012 ab 19.30 Uhr im Forum der KGS Wiesmoor, zu dem Interessierte herzlich eingeladen sind. Der Eintritt ist frei.







Klöster, Museen - und Langeweile ?


Dieser Gedanke geht bestimmt vielen Schülern durch den Kopf. Wir, die Teilnehmer das Seminarfachs „Kloster“, wurden eines besseren belehrt.

Als unsere Lehrer den Vorschlag machten, einen Tagesausflug nach Osnabrück zu unternehmen, waren wir zuerst skeptisch. Vor allem, weil die Besichtigung des Klosters Ohrbeck sowie der Museumsbesuch in die Abiturvorbereitungsphase fallen würden.

Am Montag, den 5. Dezember um 8.15 Uhr, verlassen wir im dämmrigen und mollig warmen Bus den Parkplatz der Schule. Viele ergreift sofort die Müdigkeit, andere spielen Karten oder lernen für die gefürchteten und immer näher kommenden Abivorklausuren. Die bergige Landschaft Osnabrücks fasziniert uns bis unsere Aufmerksamkeit auf den Prachtbau des Klosters Ohrbeck gelenkt wird. Ein rundes, sehr mächtiges Gebäude bildet den Kern der Anlage – die Kirche. Direkt daran grenzen die Räumlichkeiten der Brüder sowie die Unterbringungen der Heimvolkshochschule. Diese sind ebenfalls massive Steinbauten.

Entgegen unserer Erwartungen werden wir nicht von einem alten und konservativen Mönch begrüßt. Bruder Thomas sprüht hingegen vor Lebenslust, Offenheit und Sympathie. Er berichtet, dass er in einer religiösen Familie in Süddeutschland aufgewachsen sei. Für das Leben nach den Idealen Franz von Assisis hätte er auf den elterlichen Bauernhof verzichtet und sich den franziskanischen Idealen Armut, Enthaltsamkeit und Gehorsam zugewendet. In seinem Leben hat er bereits in verschiedenen Gemeinschaften des Franziskanerordens gelebt, denn die Brüder wechseln üblicherweise in zeitlichen Abständen von einigen Jahren ihren Standort.

In dem Franziskanerkloster Ohrbeck wohnen momentan acht Brüder in einer Gemeinschaft. Uns wird erklärt, dass sie sich nicht selbstständig durch Landwirtschaft versorgen können. Daher profitieren sie von der Küche der angrenzenden HVHS. Außerdem werden das Kloster, sowie auch die Räumlichkeiten der KVHS professionell gereinigt. Unsere Vorstellung von völlig unabhängigen Möchen ist damit aufgehoben. Die Brüder führen hauptsächlich bildende und betreuende Berufe an der KVHS, z.B. durch die Leitung von Seminaren, aus. Des Weiteren studieren einige Theologie oder betreuen die umliegenden Kirchengemeinden. Erstaunlich finden wir auch die Tatsache, dass sich die Brüder meistens ohne Habit in der Öffentlichkeit bewegen.

Die Einrichtung des Klosters unterscheidet sich kaum von einem normalen Wohnhaus, dennoch versprüht es den Charme und Charakter einer Jugendherberge oder Studenten-WG. Vielleicht fehlt den Mönchen das weibliche Auge für eine wohnlichere Dekoration oder sie bevorzugen bewusst Schlichtheit und Askese.


Nach der Führung durch das Franziskanerkloster ist der nächste Programmpunkt das Mittagessen in der KVHS. Weihnachtliche Gewürze versetzen uns dabei bereits in Vorfreude auf den Rundgang über den Osnabrücker Weihnachtsmarkt.

Nach dem Mittagessen besichtigen wir den Osnabrücker Dom. Trotz Ruhetag werden wir freundlicherweise durch die Ausstellung des angrenzenden Diözesan-Museums geführt. Zahlreiche Schätze der Klostergeschichte wie z.B. Schmuck, kostbare Gewänder oder massive Reliquien-Truhen werden uns präsentiert und erläutert. Die junge Museumsführerin verfügt über großes Wissen, sodass kaum eine Frage unbeantwortet bleibt. Obwohl wir die Führung sehr interessant finden, freuen wir uns auch auf den Gang über den Weihnachtsmarkt und das Schlendern durch die Innenstadt. Durch das lange Stehen schmerzt vielen von uns der Rücken.

Beladen mit Weihnachtseinkäufen und Mägen voller gebrannter Mandeln kommen wir zum Bus, der uns zurück nach Wiesmoor bringt.

M. Gerdes





Verleihung des Schülerpreises für ostfriesische Geschichte und Kultur 2011


Am 23. November 2011 veranstaltete die Ostfriesische Landschaft im Landschaftsforum in Aurich eine Preisverleihung für Schülerinnen und Schüler. Der Hintergrund war die Prämierung zuvor eingereichte Facharbeiten, die sich gezielt mit der ostfriesischen Kultur oder Geschichte beschäftigen.

Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch Dr. Weßels, präsentierte Prof. Dr. Parisius, Leiter des Staatsarchivs Aurich, die Themen sowie einen kurzen inhaltlichen Abriss von 17 der insgesamt 18 eingereichten Arbeiten. Dr. Bärenfänger, Vorsitzender der Ostfriesischen Landschaft, stellte die Gewinnerin des Wettbewerbs, Annika Wiese von der IGS Aurich West vor und belohnte ihre Arbeit mit 500 Euro Preisgeld und einer Urkunde. Auch jeweils zwei Schülerinnen und Schüler aus dem Seminarfach des Jahrgangs Q2 von Herrn Stratmann und Herrn Wilken, welches sich mit der ostfriesischen Klosterkultur auseinandersetzt(e), hatten die Chance genutzt und an diesem Wettbewerb teilgenommen. Von diesen belegte Johanna Schultze den 3. Platz im Teilnehmerfeld. Doch auch die übrigen gingen nicht leer aus, denn jeder bekam einen Buchpreis überreicht. Im Anschluss an die Prämierung gab es noch die Möglichkeit, sich mit den Mitgliedern der Jury und der Ostfriesischen Landschaft bei Saft und Salzstangen zu unterhalten.

Insgesamt war die Preisverleihung eine gelungene Veranstaltung. Zudem bietet der Wettbewerb einen Anreiz für Schülerinnen und Schüler, sich mit der Kultur und Geschichte unserer Heimat auseinander zu setzen, Neues zu erfahren und zu lernen. Die Ostfriesische Landschaft hofft im nächsten Jahr auf noch mehr Teilnehmer und freut sich auf neue Themen und Anregungen.






Klosterforscher pilgern nach Ihlow


Wer - wie die SchülerInnen eines Seminarfachs des Jahrgangs 11 - Forschungen über die Klosterstätten in Ostfriesland betreibt, der sollte einige auch besucht haben. Was liegt da näher, als von Wiesmoor aus eine Tagesexkursion zu der weitgehend unerforschten Klosterstätte nach Hopels zu machen, anschließend die Wüstung Barthe im Heseler Wald aufzusuchen und abschließend zur „Schola Dei“ nach Ihlow zu fahren. Als im Zuge der Kursfahrtplanung auch eine Pilgerfahrt in den Blick genommen wurde, entstand der Plan, beide Anliegen miteinander zu verknüpfen. Heraus kam eine Pilgerwanderung, die am 19.06.11 in Wiesmoor ihren Anfang nahm. Pünktlich um 7.45 Uhr trafen sich die Pilger vor der Friedenskirche und erhielten hier nach einer kurzen Andacht von Pastor Stefan Wolf den Reisesegen. Bei gutem Wetter ging es dann zum Hopelser Forst, wo sich die Teilnehmer zahlreiche Details aus ihren bereits geschriebenen Facharbeiten in Erinnerung riefen und jeder eine Pilgermuschel verliehen bekam. Entlang des historischen Bentstreekweges wanderten die Teilnehmer dann durch die ehemaligen Moorgebiete vorbei an „Dree Pütten“ (wo der Sage nach die Ochsen getränkt wurden und die Spediteure der Klostersteine und –glocken auf dem Weg nach Remels übernachteten) und dem heutigen Naturschutzgebiet nach Poghausen. Auf dem weiteren Weg nach Remels über Großoldendorf wurden den weitgehend untrainierten Wanderern die Beine schwer und auch die eine oder andere Blase stellte sich ein. So waren alle froh, als die erste Tagesetappe in Remels endete. Hier wurde dann nach einer längeren Pause fröhlich gegrillt und danach unter der Führung von Pastorin Steinhorst – Cordes die Sankt Martins Kirche besucht, wobei zuerst die Sehenswürdigkeiten und nach einer kleinen Andacht auch die eigenen Gesangeskünste bestaunt wurden. Den Tagesabschluss bildeten etliche Spiele „Schweden-Schach“ und ein gemütliches Beisammensitzen am Lagerfeuer.

Am nächsten Tag taten erst einmal Knochen und Füße weh. Leider erwiesen sich diese Schmerzen bei zwei Teilnehmern als so stark, dass sie die Pilgerreise schon nach einem Tag abbrechen mussten. Die Verbliebenen wanderten bei erneut schönem Reisewetter von Remels in Richtung Kleinoldendorf und dann parallel zur Bundesstraße nach Schwerinsdorf auf Wirtschaftswegen durch die Weiden in den Heseler Forst. An der Wüstung des Klosters Barthe hielt Herr Dr. Timmermann von der Ostfriesischen Landschaft in Aurich einen kurzweiligen Vortrag über das mittelalterliche Leben im Kloster, die Lage und Bestimmung der historischen Gebäude sowie die interessantesten Funde der Grabungen der 1990er Jahre. Als die Gruppe sich dann in Richtung Gut Stickelkamp wieder auf den Weg machte, mussten die Füße erst einmal wieder eingelaufen werden. Dies gelang auf den Waldwegen und dem Ostfrieslandwanderweg jedoch sehr schnell und so erreichten die Pilger die Feuchtwiesen am Sauter Kanal. Hier bekam die Gruppe ihren ersten Regenkontakt und einige Mitglieder wünschten sich das Tagesziel Timmel recht bald herbei, denn die Füße schmerzten doch arg. Weitere vier Kilometer später war es dann so weit: Timmel war erreicht und die Zelte wurden aufgeschlagen. Zum Abendbrot gab es für den Magen Eintopf aus der Dose und für die Seele eine schöne besinnliche Zusammenkunft in der Kirche nebst eigener Gesangeskünste. Derart gestärkt wurde erneut die Geschicklichkeit der Gruppenmitglieder beim „Schweden-Schach“ getestet, bevor alle eine wohlige Bettschwere überkam und sie noch vor Mitternacht in den Schlaf fanden.


Tag drei überraschte alle mit morgens einsetzendem Regen, der bedingt durch Windböen zum Teil waagerecht zu fallen schien. So wurde schon das Frühstück unter freiem Himmel zu einer feuchten Angelegenheit und die Motivation sank. Drei weitere Pilger ließen auch in Anbetracht ihrer Blasen von einer Fortsetzung des Abenteuers ab, so dass nur noch vier Aufrechte den Weg im strömenden Regen auf sich nahmen. Fröhlich plaudernd machte sich die Gruppe auf nach Westgroßefehn, gelangte durch die Wiesen des Fehntjer Tiefs nach Lübbertsfehn und von dort weiter über kleine abgelegene Wege an den Ihlower Klosterforst. Schon von weitem war in seiner roten Jacke Dr. Höhle zu erkennen, der am vereinbarten Treffpunkt auf die regennassen Wanderer mit einer Aufmunterung aus Schokolade wartete. Anschließend berichtete er auf den gemeinsam in Angriff genommenen letzten Metern zur „Schola Dei“ über die Gründung des Klosters in der unwirtlichen Landschaft und den Entbehrungen, denen die Gründungsväter ausgesetzt waren. Weitere Details über das Leben in der historischen Klosterstelle sowie das Aussehen der Gebäude erfuhren die müden Pilger dann im Cafe bei einer Tasse heißer Schokolade. Abschließend wurde der Raum der Stille erkundet und die durch das Wetter getrübte Aussicht vom Turm genossen. Nach drei Tagen Wanderung und ungefähr 60 km Wegstrecke endete die Pilgertour dann um 15.00 Uhr. Im Rückblick waren sich die Pilger einig: es war schön anstrengend, aber auch eine lohnende und positive Erfahrung. Zwar wurden die ersten beiden Tagesetappen als zu lang angesehen, für eine mögliche Wiederholung aber auch etwas mehr Training sowie passenderes Schuhwerk als unbedingt sinnvoll angemahnt. Diese Erkenntnisse gilt es im folgenden Semester zu sammeln, um sie dann weiteren Pilgerwilligen zur Verfügung stellen zu können.





Von Büchern und Archiven – Alternative Forschungsansätze jenseits von Wikipedia


Mittwoch, der 26.01.2011: 20 Stunden nach Ausgabe der Facharbeitsthemen machen sich 100 Schülerinnen und Schüler mit ihren Tutoren auf den Weg, um in den Bibliotheken der Umgebung gezielt zu recherchieren.

Drei Gruppen treten morgens um 8.00 Uhr die seit 2009 ein Mal jährlich durchgeführte Fahrt nach Oldenburg an. Dort suchen die Teilnehmer im Anschluss an eine Führung selbstständig oder mit Unterstützung der Tutoren in der Universitätsbibliothek nach Büchern oder Zeitschriftenartikeln, die ihnen als Grundlage für die Bearbeitung ihrer Facharbeitsthemen dienen können. Das heißt für die meisten: Das Schwitzen beginnt! Nicht nur hat die Bibliothek unendlich viele Treppen, nein: Auch die Bücher sind ziemlich schwer! Zudem: Regal reiht sich an Regal, die Identifikationsnummern sind kompliziert und dann ist da noch die Frage: Kann ich dieses Buch wirklich gebrauchen? Doch je mehr Zeit verrinnt, desto professioneller wird der Umgang der Teilnehmer mit dem für die meisten doch recht ungewohnten Medium. Am Ende werden die frisch erhaltenen Bibliotheksausweise gezückt und eine Menge „Lesestoff“ nach Wiesmoor abgeschleppt.

Zwei Gruppen fahren in die entgegengesetzte Richtung nach Aurich. Erstmalig besuchen Schülerinnen und Schüler der KGS hier das Staatsarchiv und die Landschaftsbibliothek. Unter sachkundiger Anleitung von Dr. Hermann, der den hoffnungsvollen „Beinahestudenten“ zuvor seinen Werdegang zum Archivar erläutert hat, begeben sich die Zuhörer auf eine Entdeckungsreise, bei der Betrüger aus den vergangenen Jahrhunderten anhand originaler, jedoch zum Teil gefälschter Dokumente entlarvt werden. Hierbei werden die Wiesmoorer zu Rekonstrukteuren, teilweise gar zu Akteuren des mittelalterlichen Ostfrieslands. Schnell sind zwei Stunden vergangen und die Teilnehmer von der Geschichte gefesselt. Im Anschluss bleibt noch genug Zeit, um die bereitgestellten Materialien zu sichten, Tipps zu erfragen und Termine zu vereinbaren.


In der Landschaftsbibliothek gibt Frau Brandes den SchülerInnen einen ausführlichen Einblick in das Berufsfeld einer Bibliothekarin und die Möglichkeiten, in der Landschaftsbibliothek die gesuchten oder erhofften Informationen, Bücher oder Artikel zu finden. Nach dieser kurzweiligen Einführung machen sich alle daran, möglichst viele Schätze in der Literatur zu entdecken und diese für sich nutzbar zu machen. Um 16.30 Uhr treten die Teilnehmer zum Teil schwer beladen, meist glücklich und doch ein wenig geschafft die Heimreise an.





Abiturienten stellen ihre Krimisammlung vor


Am Ende ihrer Schulzeit haben die SchülerInnen des Seminarfachs "Krimi" am 15.03.10 eine Sammlung der von ihnen in den vergangenen Wochen verfassten Kurzkrimis vorgestellt. Die Präsentation umfasste ein Spektrum, welches von Lesungen über szenische Interpretationen und Spontantheater bis zu mediengestützten Darbietungen reichte. Nur gelegentlich wurde dabei der Inhalt eines Krimis in Gänze verraten.

Meist gelang es durch Verfremdung eine Spannung aufzubauen, die viele der gut hundert Gäste dazu verleitete, im Anschluss das Buch zu erwerben. So kam es, dass noch am gleichen Abend die auf 100 Exemplare limitierte erste Auflage ausverkauft war. Der aus dem Verkauf erzielte Erlös von gut 115 € wurde dem "Weißen Ring" gespendet, bei welchem es sich um eine bundesweite Hilfsorganisation handelt, die für die Belange von Kriminalitätsopfern und ihrer Familien öffentlich eintritt.





Krimi - Autorin Barbara Wendelken zu Besuch in der KGS Wiesmoor


Wie gelingt es einem interessierten Laien einen passablen Kurzkrimi zu schreiben? Diese Frage stellt sich aktuell 17 Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 13, die im Seminarfach "Kurzkrimi - in Theorie und Praxis" in diesem Halbjahr selber einen verfassen werden. Ein Patentrezept gibt es leider nicht! Dies war die ernüchternde Botschaft, mit der die auch weit über die Grenzen Ostfrieslands hinaus bekannte Autorin Barbara Wendelken ihre Zuhörer bei ihrem Besuch in der KGS am 24.08.09 konfrontierte. Zum Glück konnte sie aber im weiteren Verlauf ihres Besuches etliche Aspekte nennen, die beim Schreiben eines Kurzkrimis zu beachten sind, damit es ein solcher und keine Geschichte, Erzählung oder ein Roman wird. Auch konnte sie gute Tipps im Hinblick auf das Vorgehen zur Ideenfindung und den Schreibbeginn geben. Zum Beleg ihrer Aussagen wurden von der Autorin ausgewählte Krimis vorgetragen, die zum Teil von ihr verfasst wurden, zum Teil aber auch aus der Feder in deutscher Sprache publizierender Kollegen stammten. In einer abschließenden offenen Runde ging Frau Wendelken dann auf die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler ein und half so, die seit einigen Tagen und Wochen reifenden Gedanken der Jungautoren zu ordnen, zu verfestigen und auch zu verändern.

Weitere Informationen über die Krimi-Autorin finden sich auf ihrer Homepage: www.barbarawendelken.de
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