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Moor-Projekt 2013



Zum 20. Mal ist das Moorprojekt am 1. und 2. Oktober mit einem Informationstag gestartet, an dem die Schüler und Schülerinnen des 8. Jahrgangs an fünf Station rund ums Moor lernen konnten, was ein Moor überhaupt ist, wie es aufgebaut ist, und warum das Moorprojekt einen wichtigen positiven Einfluss auf die Natur hat.
Nachdem an der ersten Station ein informativer Film gezeigt wurde, ging es weiter zur zweiten Station an der Aussichtsplattform, von welcher ein erster Überblick über das Landschaftsschutzgebiet gewonnen wurde, wie groß das Gebiet ist, was die Aufgaben der Schüler sind und warum diese Arbeit so sinnvoll ist. Ebenfalls wurden hier die benötigten Werkzeuge erklärt und wie das ¨Entkusseln¨, also das Entfernen der Pflanzen, die dem Moor schaden, am einfachsten geht.
Die dritte Station befand sich nur ein paar Meter weiter. Manche Schüler waren zuerst ein wenig verwundert, warum ihnen jetzt ein Vortrag aus dem Graben heraus gehalten wird, jedoch verstanden sie schnell, dass die freigelegte Fläche den Aufbau eines Moores in einem Querschnitt darstellt. Hierbei wurden besonders die Bodenschichten, welche ein Abfließen des Wassers aus dem Moorgebiet verhindern, veranschaulicht, nicht zuletzt da Herr de Vries sich 2m unter dem Grundwasserspiegel des Moorgebietes befand.

Anschließend hieß es: Gummistiefel an und ab ins Moor! Nachdem die Schüler einen kleinen Sprung über den Graben wagten, ging es einen schmalen Trampelpfad entlang zu einer größeren Freifläche, auf der Dieter Wensel vom Vorstand des NABU Großefehn über die Pflanzen und Tiere im Moor erzählte, die vom Moorprojekt profitieren. Besonders beeindruckend für die Schüler war die Bodenbeschaffenheit des Moores, denn durch den hohen Wasseranteil in den verschiedenen Bodenschichten löst ein kleiner Sprung schon eine deutlich über mehrere Meter spürbare Bewegung aus, ähnlich einem kleinen Erdbeben, jedoch ungefährlich.

Die fünfte und letzte Station befasste sich mit dem Torfabbau und der Nutzbarkeit des Moores. Hermine Aden erklärte, wie es vor 100 Jahren im Moor zuging, und machte mit gut erhaltenen Ausstellungsstücken deutlich, was für eine schwere Arbeit früher von Jugendlichen geleistet werden musste, nachdem sie die 8. Klasse beendet hatten. Als die Schüler selber diese Werkzeuge ausprobierten, wurde das nochmal verdeutlicht, obwohl das eigentliche Torfstechen aufgrund von zu hohem Wasser in der Torfgrube leider nicht ausprobiert werden konnte.


Am 24.10. geht es dann bei hoffentlich genauso gutem Wetter und ausgeruht von den Ferien an die eigentliche Arbeit, dem Entfernen von Birkensprossen mit normalen Gartenscheren bis hin zu ausgewachsenen Bäumen, bei denen man ohne Säge nicht weit kommt.

Autofahrer, die am Morgen des 24.10.2013 am Parkplatz des Campingplatzes am Ottermeer vorbeifuhren, staunten nicht schlecht in Anbetracht des komplett versammelten achten Jahrgangs. Ausgestattet mit Gummistiefeln, Astscheren und anderen Werkzeugen rückten sie im Rahmen des Moorprojektes 2013 vor allem den der Moorkultur schadenden Birken zu Leibe.





Organisiert wurde die Aktion von Sandra Kibat, angeleitet von Dieter Wenzel und Kalle Herzog vom NABU Niedersachsen. Die zwei erfahrenen Naturschützer führten die insgesamt acht Klassen in das Hochmoorgebiet hinein und wiesen ihnen mit Schildern abgesteckte Gebiete zu, welche zum Teil kleine Sprösslinge, aber auch mehrere Meter hohe Bäume beherbergten. Trotz der Größe mancher Bäume stellte es kaum ein Problem für die Schüler da, diese zu Fällen und anschließend zu zerkleinern für einen einfachen Abtransport.

Nach knappen zwei Stunden wurde die Arbeit für ein gemeinsames Frühstück und eine Pause unterbrochen, welches freundlicherweise von Frau Dörksen zusammen mit Schülern der 9R1 vorbereitet wurde. Gesponsert wurde dies vom Landkreis Aurich. Gut gestärkt ging es weitere 90 Minuten zurück an die Arbeit im Moorgebiet.


Ebenfalls eine große Hilfe für die Schüler war das sonnige und trockene Wetter, wodurch das Arbeiten gleich viel leichter fiel und eine gute Stimmung herrschte, sowohl bei den Schülern, als auch bei den Lehrkräften.¬ Auch nächstes Jahr wird wieder auf die tatkräftige Unterstützung der Schüler und Schülerinnen des 8. Jahrgangs gesetzt, wenn ein anderes Teilstück des Moorgebietes in Angriff genommen wird, hoffentlich mit ähnlich hohem Erfolg wie dieses Jahr

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